April 3rd, 2010
Es geht um “mother jeans” und Fahrradreifen, die genau dann platzen, wenn man mit 20 Tüten – inklusive einer Geburtstagstorte, worauf der Name des Kindes falsch geschrieben ist- unterwegs ist, die auch am platzen sind, und pünktlich irgendwo sein müssen und nur aus dem Grund mit dem Fahrrad transportiert werden müssen, weil das Auto abgeschleppt wurde, weil ein Filmteam kurzerhand beschlossen hat, in der betreffenden Strasse zu drehen, nachdem mit Bestechungsgeldern ein Parkplatz hart erkämpft wurde.
Es ist nicht der Film des Jahres. Auf keinen Fall sogar. Es ist höchstens der (Vorsicht, eine weitere Worterfindung ala Munkelinchen:) Gegenfilm des Jahres. “Moterhood” vs. “Sex and the City”.
Der Film lief in diversen Ländern so schlecht an, dass Beispielsweise zur Premiere in London nur 12 Nasen im Kino zu sichten waren. Böse Wirtschaftskrise? Oder der geplatze Traum der Regiesseurin Katherine Dieckmann einen “Geheimtipp” zu schaffen, derjedoch zur grössten Publikumspleite der Filmgeschichte mutierte.
Wie auch immer, der Film ist nett. Und wie angedeutet erinnert er in einigen Punkten an “Sex and the City”. Anstelle einer Sarah Jessica Parker, die sich tage- und nächtelang mit Schuh- und Männerproblemen die Zeit vertreibt und sich kniffligen Fragen stellen muss, was jetzt wie zusammen passt und zu welchem Anlass, tippt auch Uma Thurman ihren Alltag in einen hübschen Macintosh. Die Hintergründe, und vorallem die Umstände sowie die Inhalte sind jedoch so unterschiedlich, wenn nicht gar gegensätzlich, dass Carrie zeitweise ziemlich lächerlich dasteht. Aber was urteile ich hier jeder soll für sich selber beantworten, was die wirklich wichtigen Fragen des Lebens sind. Für einem selber. Und für den Moment.