März 9th, 2010
Mit Betonung auf sammeln.
Ein grossartiges Phänomen.
Natürlich sammle ich PET-Flaschen. Sie auch. Sie auch?
Aber wann entsorge ich sie?
Ich habe einmal gesagt, (Oh, mein Gott, ich fange an, mich selber zu zitieren- nicht gut, gar nicht gut) dass ich erst dann einen echten, erwachsenen Haushalt führe, wenn ich dieses Problem in den Griff bekommen habe. Wer es also als langweilig betrachtet, einen erwachsenen Haushalt zu haben, weiss nun, was er künftig zu meiden hat. Das regelmässige entsorgen von Sondermüll.
Auf dem Balkon (wenn man Glück hat) oder in einer Ecke in der Küche, aus der das Übel nach und nach herausquellen kann wird gelagert und gesammelt und gehortet über Wochen wenn nicht gar Monate wie in Zeiten des Krieges. Die wenigen Momente, in denen die Tüten voller Büchsen, PET, und Glas aus ihrem herumlungern befreit werden sind die, wenn die Eltern zu Besuch kommen, oder jemand mit besorgtem Blick fragt, ob man über sein Alkoholproblem reden will. Sätze wie: Haach, das ist noch von der letzten Geburtstagsparty und Sylvester… klingen auf einmal wie ganz dumme Ausreden und man macht sich gerne in der nächsten Sekunde auf den Weg, mit klappernden und scheppernden Tüten.
Was kann man denn dagegen tun? Und vorallem, bei wem funktioniert das denn?
Ich kanns mir noch so vornehmen, ich kann die Einkauftüten aus Papier mit mehr oder minder witzigen Aufdrucken der Migros oder Coop (jah, zu diesem Thema muss ich unbedingt noch was loswerden, aber nicht jetzt und hier, dieser Eintrag soll dem Sammlerinstinkt in dem Urmenschenrest in uns gewidmet sein) liebevoll überfüllen, mit sorgfältig assortiertem Sonderabfall, und guten Vorsätzen und schlussendlich doch jedesmal ohne leere und geschweige denn volle Papiertasche aus dem Haus spazieren.
Das muss sich ändern…
Morgen dann…
“Wer es also als langweilig betrachtet, einen erwachsenen Haushalt zu haben, weiss nun, was er künftig zu meiden hat” – was meinst du damit?